HERKUNFT

Hauptbestandteile eines Irish Whiskey sind reines Wasser und Gerste. Für beides ist Irland berühmt. Im Unterschied zum schottischen Whisky wird zur Herstellung irischen Whiskeys die Gerste sowohl in gemälzter als auch in ungemälzter Form verwendet. Während des Keimens produzieren die Gerstensamen Enzyme, welche die Zellwände aufbrechen, Stärke freisetzen und sie in ihre lösliche Form Dextrin aufspalten. Diese wird beim späteren Maischen in Maltose umgesetzt, welche wiederum während der Gärung durch Hefe zu Alkohol umgewandelt wird.

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Die Kunst des Mälzers besteht darin, den richtigen Zeitpunkt zu erkennen, wann die Keimung durch Trocknen (Darren) beendet werden muss. Im Darren liegt auch die erste Besonderheit des irischen Whiskeys: Im Gegensatz zu anderen Whiskysorten wird beim Irish Whiskey die gemälzte Gerste in geschlossenen Öfen und nicht über o enen Tor euern wie in Schottland getrocknet. Die Maische wird dadurch reiner und es entsteht kein rauchiger Geschmack.

Nach dem Mahlen des getrockneten Getreides werden Gerste- und Malzschrot in einem riesigen Maischbottich mit Wasser vermengt und erhitzt.

Die durch den perforierten Boden ab ießende „Würze“ wird in den Gärtank geführt und dort mit Hefe versetzt, was für die anschließende, drei Tage dauernde Gärung sorgt. Danach wird die gegorene Flüssigkeit dann zum ersten Destilliervorgang in die großen Kupferkessel, die sogenannten „Pot Stills“, geleitet. Insgesamt wird Irish Whiskey drei Mal destilliert.

Die Kunst des Destillierens ist das eine, was guten Irish Whiskey ausmacht. Im Anschluss daran müssen die Destillate erst einmal lange Zeit in Eichenfässern, in denen vorher Bourbon oder Sherry reifte, an der guten irischen Luft lagern. Während dieser Zeit bildet der Whiskey seinen endgültigen Geschmack aus und nimmt seine dunkelgoldene Farbe an.

Das Blenden, in Irland „Vatting“ genannt, ist dann der letzte Prozess. Die Master Blender, welche die Reifung sorgfältig überwacht haben, verheiraten nun mit größter Konzentration den Inhalt der verschiedenen Fässer und sorgen so dafür, dass jeder Irish Whiskey seinen ganz eigenen Charakter bekommt und z.B. zum Midleton, Jameson oder Paddy abgefüllt wird – zu jenen großen Whiskeys, zu denen ihre Liebhaber seit mehr als hundert Jahren greifen.

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