Havana Club und Kuba

- Lebensfreude und Spontanität treffen Rituale und Symbole

Eine gekonnte Mischung aus Musik, Zigarren, einer großen Portion Lebensfreude, entspannter Gelassenheit und natürlich Rum-Cocktails - das ist Kuba, die Heimat von Havana Club. Hier geht das Leben seinen eigenen Gang: Fernab jeder Hektik wissen die Bewohner der Insel das Leben zu genießen und denken positiv. Die meisten Kubaner verbringen ihre Freizeit in den Straßen, Tag und Nacht ziehen Musikanten durch Gassen und über Promenaden. Männer schrauben liebevoll an museumsreifen Oldtimern.

Havana-Club

Die Alten sitzen wie schon seit Jahrzehnten immer noch beieinander, schauen aufs Meer und reden immer noch von ihren letzten weiblichen Eroberungen oder der traurigen Geschichte der Giraldilla.

Die Giraldilla - das inoffizielle Wahrzeichen der Stadt Havanna und von Havana Club - ist wichtig für jeden Kubaner: Die Bronzestatue, erbaut 1634, stellt Doña Isabel de Bobadilla dar, die hoch oben auf der Turmspitze des Castillo de la Real Fuerza thront. Die schöne Sevillanerin schaut suchend in die Ferne, sie wartet noch immer auf ihren Mann Hernando de Soto, der sich 1539 auf die Suche nach der Quelle ewiger Jugend begab und nie zurückkehrte. Die Giraldilla, Symbol der Treue und Hoffnung, prägt heute das Logo von Havana Club. Sie ruht auf einem tiefen Rot, das für den Sonnenuntergang über dem Malecón und Havannas Hafen steht.

Auch fernab Kubas sehnen sich immer mehr Menschen als Gegenpol zum oft arbeitsreichen und hektischen Alltag nach der entspannten und lebensfrohen Art der Inselbewohner. Und so geht der Siegeszug des kubanischen Rums ungebrochen weiter, ob in Cocktails oder pur. Havana Club steht wie kein anderes Getränk für kubanisches Lebensgefühl: Ob als Cocktail-Evergreen Cuba Libre und Mojito oder ein älterer Rum pur gemeinsam mit einer edlen Zigarre, die Lifestyle-Spirituose ist aus österreichischen Bars nicht mehr wegzudenken und erfreut sich auch im Privaten hoher Beliebtheit. Mit Havana Club wird kubanisches Lebensgefühl jederzeit und an jedem Ort erlebbar: Die Aromen kubanischen Rums lassen einen die Ingredienzien des kubanischen Lebenselixiers - Musik und Rum, Lachen und Sinneslust - fühlen. Kuba und Havana Club sind Genuss und Leben für den Augenblick und eine tiefe Verbundenheit für immer.

Die Geschichte des Rums

Von Kolumbus über das “Feuerwasser” bis hin zu Kubas echter Rum-Legende Havana Club

Die Verbundenheit der Kubaner mit ihrem Rum und dem Boden ihrer Heimat spürt besonders, wer einmal das Ritual der Lágrima (Träne) erlebt hat: Der Kubaner gießt von jeder neu geöffneten Flasche zunächst andächtig einen Tropfen - eine Träne - Rum aus der Flasche Havana Club auf den Boden, als Dank und Opfergabe an die Geister, und füllt erst dann sein Glas.

Christoph Kolumbus, der “Pate” des Zuckerrohrs ist es, der den Grundstein für den heute legendären Rum Kubas gelegt hat: Der Entdecker der Neuen Welt erkennt das für die Zuckerrohrpflanze ideale Klima auf Kuba. So nimmt er auf seiner zweiten Reise im Jahre 1494 Schößlinge des Zuckerrohrs von den Kanarischen Inseln mit und sorgt für dessen Anbau auf der Insel. Hier beginnt die Geschichte des Rums.

“Das Feuerwasser”

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts ist Rum ein sehr billig hergestelltes, kräftiges Getränk, das wie Feuer in der Kehle brennt - ein “Feuerwasser”, das vor allem für karibische Freibeuter und Piraten bestimmt ist, die den Rum aufgrund seiner Eigenschaften zu schätzen wissen: Rum desinfiziert Wunden, hilft bei Migräne und macht im Kampf wagemutig. Die Freibeuter und Piraten sind es auch, die den Rum in den Kneipen entlang der Küsten dieser Welt verbreiten.

Ron Superior

Mit der Erfindung des Destillierkolbens am Anfang des 19. Jahrhunderts gelingt es, hochwertigeren Rum zu produzieren, der kaum noch an das dunkle und schwere Gebräu der Piraten und Freibeuter erinnert, da Unreinheiten weitestgehend ausgeschlossen werden können. Dennoch passt das Getränk nicht so recht zur Etikette der besseren Kreise, haftet ihm doch noch immer das Image des “Feuerwassers” an.

Diesem Makel schafft der für die Entwicklung des Königreiches zuständige Konsul der spanischen Krone Abhilfe, indem er einen hohen Preis aussetzt für “die Entwicklung eines erleseneren und leichteren Rums, der dem Geschmack des spanischen Königshofes und der Eliten des Imperiums eher entspricht”. Mitte des 19. Jahrhunderts wird dann eine neue, delikatere Art Rum mit einem milden und angenehmen Geruch angeboten.

Havana-Club

Dieser einzigartige Rum, der “Ron Superior”, wird auf Kuba erzeugt, woraufhin die Insel von nun an von den neu gewonnenen Liebhabern der Spirituose zum geweihten Boden des Rums erhoben wird. Das neue Getränk wird zum festen Bestandteil des Lebens auf Kuba. Rum wird zu einem Mythos: Man sagt ihm nach, er habe Musik im Blut, und er lässt sich so trinken, wie man Musik erlebt - genussvoll, entspannt und mit Intensität. Zuckermühlen und Brennereien breiten sich von West nach Ost aus. Die Rumproduktion läuft auf Hochtouren. In dieser Zeit - im Jahre 1878 - liegt die Geburtsstunde von Havana Club.

Siegeszug um die Welt

Die Rumproduktion steigt Ende des 19. Jahrhunderts weiterhin schnell an - begünstigt von der Entstehung der Akkordarbeit und der Verbesserung des Zuckerrohrtransports durch die Modernisierung der Eisenbahnbeförderung.

Als 1895 das Pariser Abkommen das Ende der spanischen Kolonialherrschaft auf Kuba einläutet, läuft der kubanische Rum dem spanischen Brandy und dem französischen Cognac den Rang ab:

In den Brennereien wird ein erstklassiges und aromatisches Getränk hergestellt, das vom spanischen Königshaus und dessen Gästen bevorzugt getrunken wird.

Damit ist der Grundstein für die internationale Karriere des Rums gelegt. In der Zukunft sollte kubanischer Rum viele Anhänger finden - ein Zuspruch, der bis heute andauert.

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Hemingway

Die Bar “El Floridita” war auf Kuba sein bevorzugter Anlaufpunkt. Hier kehrte er vor oder nach einer seiner zahlreichen Angelpartien immer wieder ein, um seinen Lieblingscocktail zu trinken. Hemingways Stammplatz in der Floridita steht heute noch so wie früher: Sein Stuhl bleibt unbesetzt und erinnert an den berühmten Liebhaber des Havana Club Rums.